|
|
 |
08.02.2010 - 10.33 Uhr Simolka: Kein Zusatzbeitrag in 2010 für AOK-Mitglieder
|
|
|
 |
 |  |
| AOK-Regionaldirektor Frank Simolka: Die Aufgabe der Gesundheitspolitik muss es nun sein, die Kosten für Arzneimittel, Krankenhäuser und Ärzte wirksam zu begrenzen. |
|  |
 |  |
Paderborn (hp). Die AOK-Mitglieder im Hochstift sowie rund 1,5 Mio. Mitglieder in Westfalen-Lippe werden keinen Zusatzbeitrag zahlen müssen. „In diesem Jahr erheben wir definitiv keinen Zusatzbeitrag"" erklärte Frank Simolka, Regionaldirektor für Paderborn, Höxter. „Unsere nachhaltige Unternehmenspolitik zahlt sich jetzt für unsere Versicherten aus."
Während in diesen Tagen deutlich werde, dass eine Reihe von Krankenkassen in Deutschland einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern fordern, gebe es für die AOK-Kunden keine zusätzliche Beitragsbelastung. Simolka ließ aber wissen, dass die finanziellen Engpässe bei einigen Krankenkassen für das gesetzliche Krankenversicherungssystem (GKV) insgesamt bedenklich sei. "Die enormen Kostensteigerungen im Krankenhausbereich und beim ärztlichen Honorar des letzten Jahres haben die gesetzlichen Krankenkassen stark belastet." Hinzu kämen weitere Ausgabensteigerungen durch neue Leistungen zum Beispiel in der Pflege und gerade auch im Arzneimittelbereich. Simolka: "Hier wachsen die Umsätze der Pharmaindustrie häufig, ohne dass damit ein therapeutischer Mehrwert verbunden ist. Trotz der Steuerzuschüsse reichen deshalb die Beitragseinnahmen in vielen Fällen nicht mehr, um diese Ausgaben zu decken."
Die Aufgabe der Gesundheitspolitik müsse es nun sein, diese Ausgabensteigerungen wirksam zu begrenzen. „Wie brauchen dringend Instrumente, damit die Kosten für Arzneimittel, Krankenhäuser und Ärzte nicht schneller steigen als die allgemeine Wirtschaftsleistung", forderte Simolka. Die Fokussierung der aktuellen Diskussion auf die Einnahmeseite mit zusätzlichen Prämien greife hier zu kurz. Die Regierung habe schließlich im Koalitionsvertrag festgelegt, dass der Krankenversicherungsschutz weiterhin finanzierbar bleiben muss. Der AOK-Chef erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Bundesregierung ausdrücklich zugesagt habe, krisenbedingte Einnahmeausfälle nicht allein den Versicherten aufbürden zu wollen.
Dass trotz der veränderten Rahmenbedingungen bei der AOK Westfalen-Lippe, der neuntgrößten Krankenkasse Deutschlands, in diesem Jahr kein Zusatzbeitrag erhoben werden muss, führte Simolka darauf zurück, dass in den zurückliegenden Jahren eine vorausschauende Finanzpolitik betrieben wurde. Zudem zählt die AOK Westfalen-Lippe zu den wenigen Krankenkassen der Republik, die auch schon in der Vergangenheit stets schuldenfrei waren. Und dann brach der AOK-Regionaldirektor noch eine Lanze für die hiesige Ärzteschaft. „Zwar sind die Steigerungsraten besorgniserregend, im Vergleich zum Bundesdurchschnitt verordnen aber Ärzte in Westfalen-Lippe vergleichsweise wirtschaftlich. Das verschafft jetzt den Versicherten einen Beitragsvorteil", erläuterte Simolka.
|
 |
| |
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
| |
|
|